Ertragregulierung durch Traubenhalbierung (2)
13005: Ertragregulierung durch Traubenhalbierung (2)
Goetz SLFA-NW
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Je früher der Termin gewählt wird, um so schonender ist es für die Trauben, außerdem ist der Arbeitszeitaufwand bei einem frühen Termin geringer, vorausgesetzt es wurden ordentliche Laubarbeiten wie das Ausbrechen überzähliger Triebe und gute Heftarbeiten vorgenommen, so dass die Trauben sehr übersichtlich hängen und keine Laubverdichtungen vorhanden sind. Der früheste sinnvolle Termin einer Traubenhalbierung ist bei abgehender Blüte (Ende Juni bis Anfang Juli), wenn der Verrieselungsgrad festgestellt und der Heuwurmbefall eingeschätzt werden kann. In dieser Phase wächst das Stielgerüst sehr rasch und ist noch sehr zart, sodass Gescheinsteile einfach von Hand mit Daumen und Zeigefinger abgepflückt werden können. Bewährt hat sich diese Methode insbesondere bei den Sorten Cabernet Sauvignon, Merlot, Syrah, Lemberger und Dornfelder, die ein sehr großes und langes Stielgerüst ausbilden. Sinnvoll ist es, dort auszupflücken, wo Trauben später ineinander zu wachsen drohen. Die Belichtung der Trauben wird von Beginn an gefördert, wenn gleichzeitig einzelne Blätter in der Traubenzone mit entfernt werden. Vor allem Trauben mit hohen Beerenansatz sollten zu etwa 2/3 entfert werden, um eine gute Ertragsreduzierung und Qualitätssteigerung zu erhalten. Bei 3 Trauben am Trieb hat es sich bewährt (Dornfelder, Merlot) die beiden unteren jeweils zu dritteln und die Dritte Traube, sofern sie kleiner ist und von der Entwicklung nicht abfällt, ganz zu belassen. So kann das Mostgewicht um bis zu 20° Oe gesteigert werden. (Jahr 2001 bei Dornfelder von 70° Oe auf 90 ° Oe; Ertrag: statt 190 kg/Ar waren es 100 kg/Ar). Als positiver Effekt hat sich das Stielgerüst sehr gut ausgebildet, so dass im Gegensatz zur Kontrolle so gut wie keine Anzeichen von Stiellähme (negative Folge: Mostgewichtsabfall vor allem an den Traubenspitzen und Schultern) zu erkennen waren. Die Trauben waren bis zur Lese sehr stabil, es trat kein Zusammenbrechen des Stielgerüstes auf, wie dies bei der Sorte Dornfelder sehr häufig zu beobachten war, die Reife der Trauben war sehr einheitlich, auch bei den belassenen dritten Trauben. Die Traubenform wird dadurch sehr kugelig, die Beerenschale sehr fest, so dass Botrytis wenig Chancen hat, sich auszubreiten. Ein Abdrücken von Beeren war bei diesen verhältnismäßig lockeren Sorten nicht zu verzeichnen, obwohl die Beeren bei Reife sehr dick augelaufen sind. Teilweise sind aber bei der Sorte Portugieser Einzelbeeren aufgeplatzt, sofern eine gute Wasserversorgung durch Niederschläge gegeben war. Trotz großer Beeren war die Farbausbeute im Wein besser als bei der Kontrolle, was auf die bessere Ausfärbung, praktisch kein Botrytisbefall sowie einer dickeren Beerenschale zurückzuführen war. Für extraktreiche Rotweine bietet sich ein Saftentzug an, um den Nachteil der zu großen Beeren zu kompensieren.
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IBE hat am 24.10.2002 16:26:33 geantwortet
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13006: Re: Trauben halbieren
Denn Ausführungen kann ich hinsichtlich Qualitätszuwachs leider nicht zustimmen. Bei meinen "halbierten" Lembergern war das Mostgewicht im Vergleich zu den nicht halbierten Anlagen sogar schlechter. Bestätigt hat sich ein stark reduzierter Stiellähmebefall. Auch war die Botrytis überhaupt kein Thema. Aber, die halbierten Lemberger hätten auch gut als Trollinger verkauft werden können, denn die Beeren waren fast so groß. Dies ist wohl auf die extremen Niederschläge während der Reife zurückzuführen. Da habe ich in den letzten drei Wochen vor der Lese keine Zunahme der Öchslewerte mehr feststellen können.
Hat jemand ähnliche oder bessere Erfahrungen gemacht? Dann berichtet mal darüber!
Dr. W. K. Kast hat am 24.10.2002 17:37:41 geantwortet
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13007: Re: Trauben halbieren
Soweit ich gehört habe herrscht überall in Württemberg ein gewisser Frust über den geringen Erfolg der Ertragsreduktion. Jahre mit früher Blüte, guten Blühbedingungen und optimaler Wasserversorgung in der Phase des Beerenwachstums bieten schlechte Voraussetzungen, weil sich die dicker werdenden Beeren besonders negativ auswirken. Am besten sind die Erfolgsaussichten in Jahren mit später Blüte.
Was meiner Meinung nach mehr beachtet werden sollte, ist die Wüchsigkeit der Anlagen. Schwachwüchsige Anlagen können nun mal ohne Probleme auf niedrigere Erträge gefahren werden, während in wuchskräftigen Anlagen große Probleme entstehen.
Goetz SLFA-NW hat am 28.10.2002 16:28:18 geantwortet
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13008: Re: Trauben halbieren
Das jahr 2001 war diesbezüglich sicherlich günstiger als 2002, wo kein Ausdünnungsversuch in dieser Parzelle vorgenommen wurde, ausdem trugen einige Besonderheiten sicherlich erheblich zum Erfolg bei:
- Der Boden der Versuchsparzelle ist sehr leicht, fast ein reiner Sandboden, teilweise litten die nicht ausgedünnten Reben erheblich unter der Trockenheit.
- Es war eine relativ junge Anlage, gepflanzt 1998, also im ersten Volllertragsjahr
In wüchsigen Anlagen auf gut versorgten Standorten und tiefgründigen Lehmböden führt eine frühe Ausdünnung, wie bestätigt, oftmals nicht zum erwünschten Erfolg. Um dem entgegen zu wirken und eine gewisse Wuchsbremse einzulegen, empfiehlt es sich bei Rotweinsorten auf wuchskräftigen Standorten in Anlagen "im besten Alter" mehr Begünung zuzulassen und nur verhalten mit Stickstoff zu düngen. Besonders in Jahren wie Diesjahr wirkt sich dies durch verminderten Botrytisbefall und damit späterer Lese doppelt günstig aus
daniel hat am 16.11.2002 15:14:29 geantwortet
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13009: Re: Trauben halbieren
Hallo
Ich persönlich habe dieses Jahr positive Erfahrungen beim halbieren der Trauben gemacht. Bei einem Spätburgunder Marienfelder Klon wurde ca. Anfang August der mittlere Traubenast entfernt und nur die beiden Nebenäste stehen gelassen. Bei der Kontrolle wurde nur die ersten Trauben stehen gelassen. Bei der Ernte hatten die halben Trauben ca. 2 °Oe mehr Mostgewicht bei etwa gleichem Ertrag. Besonders positiv war der Effekt auf Botrytis. Negativ ist jedoch der doch recht hohe Arbeitsaufwand zu sehen.
Goetz SLFA-NW hat am 10.06.2003 14:31:41 geantwortet
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13010: Re: Jetzt Trauben halbieren?
Kurz nach der Blüte ist eine Traubenhalbierung mit wenig Arbeitsaufwand verbunden, die jungne Trauben lasen gut zwischen Daumen und Zeigefinger brechen, die kleinen Wunden verheilen rasch, besonders bei lockerbeerigen Sorten (Merlot, Dornfelder, Cabernet-Sorten, Lemberger, lockerbeerige Spätburgunder) günstig, da weniger Fäulnis. Leider stehen aber meist andere Arbeiten wie das Heften, und Spritzen im Wege, so dass nur kleine Flächen gemacht werden können. In der Traubenzone kann dazu durch eine leichte Entblätterung noch etwas "Luft" gemacht werden.
wbs-treusch hat am 21.05.2006 15:25:23 geantwortet
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13011: Re: Trauben halbieren
Hallo IBE, ich frage mich, was da falsch gelaufen sein kann? Interessant wäre zu wissen, welchen Ertrag es trotz Halbierung noch gab. Ich selbst mache dies nun schon zwei Jahre bei Dronfelder, Schwarzriesling und Trollinger und das mit bestem Erfolg. Zur Methode Schere oder Daumen/Zeigefinger: zweiteres geht erstmal schneller hat aber den Nachteil, dass später nachkorrigiert werden muss, da der Ertrag zu hoch geworden wäre Werde es aber dieses Jahr nochmal in grösserem Umfang probieren. Zum Zeitaufwand: hier ist zu berücksichtigen, dass z.B. gerade beim Trollinger die Lesezeit mehr als halbiert wird! Jede Traube war vollreif und konnte ohne Selektion geschnitten werden. Wer schon mal den Frust der Trollingerlese bei schlechtem Reifegrad mitgemacht hat, der sehnt sich nach halbierten Anlagen.
**DONOTDELETE** hat am 21.05.2006 18:33:09 geantwortet
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13012: Re: Trauben halbieren
Hallo liebe Winzer und Winzerinnen,
wir halbieren unsere Trauben seit 3 Jahren sehr erfogreich bei den Sorten Dornfelder, Burgunder alle, Riesling, Huxelrebe, Cabernet, Merlot und St. Laurent.
Wir schneiden die Trauben ab Schrotkorngröße mit den Spitzen Traubenscherchen vom lesen durch. Damit kommt man auch bei den Burgundern gut an das Stielgerüst. Ausprobieren kann ich euch nur empfehlen - geht auch recht schnell.
Wir sind 100% damit zufrieden. Uns steht aber nicht in erster Linie hohe Öchslegrade im Vordergrund, als lieber gesundes Traubenmaterial.
Viele Grüße
Riesling-Laurent
pinotnoir hat am 22.05.2006 10:33:10 geantwortet
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13013: Re: Trauben halbieren bzw. Gescheinsreduktion
Hallo!
Ich möchte schnell zusammenfassen:
Interessant ist:
1.- nach der Blüte Reduktion mittels Abstreifen (melken)
2.-Traubenteilen bei Schrotkorngröße
ist interessant
-was ist mit späteren Traubenteilungsterminen? so vor dem Traubenschluss?
-Gescheinsreduktion vor der Blüte (oder nur Beitraube wegnehmen bei weniger Botrytisanfälligen Sorten)?
lg pn aus der derzeit verregneten steiermark
**DONOTDELETE** hat am 22.05.2006 11:06:19 geantwortet
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13014: Re: Trauben halbieren bzw. Gescheinsreduktion
Antwort auf:
Hallo!
Ich möchte schnell zusammenfassen:
Interessant ist:
-was ist mit späteren Traubenteilungsterminen? so vor dem Traubenschluss?
Haben wir auch Versucht aber schon wieder mit einem erheblich größerem Zeitaufwand. Komme mal kurz vor Traubenschluß an das Stielgerüst bei dichtkompakten Grauburgundern dran ! Ein Greul sag ich dir - wir haben auf die Areit keine Lust mehr. Geschätzt würde ich sagen Du braucht doppel so viel Zeit.
Viele Grüße
leider auch Verregnet - RieslingLaurent
**DONOTDELETE** hat am 22.05.2006 15:47:09 geantwortet
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13015: Re: Trauben halbieren bzw. Gescheinsreduktion
Antwort auf:
Haben wir auch Versucht aber schon wieder mit einem erheblich größerem Zeitaufwand. Komme mal kurz vor Traubenschluß an das Stielgerüst bei dichtkompakten Grauburgundern dran ! Ein Greul sag ich dir - wir haben auf die Areit keine Lust mehr. Geschätzt würde ich sagen Du braucht doppel so viel Zeit.
Bei Burgundersorten (Grauburgunder!) ist der Einsatz von Gibb3 sicherlich die bessere Alternative zur Auflockerung des Stielgerüstes (siehe Diskussoin unter Gibb 3). Ein später Termin ist bei lockerbeerigen Sorten (Dornfelder, Dorsa, Lemberger und Trollinger) vor dem Färben interessant und arbeitswirtschafltich noch vertretbar.
pinotnoir hat am 22.05.2006 17:28:41 geantwortet
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13016: kleine Beeren!
Gibt es einen positiven Einfluss auf die Qualität, wenn ich bei großtraubigen Sorten mit großer Schulter, diese jetzt vor der Blüte im Geschein entferne?
(Unabhängig vom Zeitaufwand) Zb Zweigelt
Bzw. wie kann ich beim Traubenteilen verhindern, dass ich große Beeren bekomme: im Bezug auf das Schalenverhältnis zwecks Tannin & Farbe?!
lg pn
**DONOTDELETE** hat am 23.05.2006 07:03:58 geantwortet
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13017: Re: kleine Beeren!
Der Einfluss auf die Qualität ist geringer, als bei bei einer späteren Entschulterung der Trauben zu Erbsengröße oder Reifebeginn, da die Beeren dicker werden, gibt es gibt schwere Trauben. Die Traubenreife wird aber gleichmäßiger (Schultern blühen und reifen in der Regel später).
Kleinere Beeren sind durch Ausdünnmaßnahmen kaum zu erreichen. Eine Möglichkeit wäre aber die Vollernterausdünnung bei Rotweinsorten (leicht angeschlagene Beeren im grünen Zustand bilden eine dickere Beerenschale, die Beere wird eher kantig, es bildet sich mehr Farbe und Gerbstoffe durch die Wundheilung aus (Embolieeffekt). Sortenerfahrungen liegen z. B. von Oswald Walg am DLR Rheinhessen-Nahe-Hunsrück vor. Er sieht aber das Hauptproblem in der richtigen Einstellung der Maschine, eine Botrytisnachbehandlung ist wohl obligatorisch. Die Ausdünnwirkung (Ertragsreduktion) kann extrem hoch werden.
**DONOTDELETE** hat am 12.06.2007 12:00:23 geantwortet
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13018: Re: Dornfelder besser abstreifen+++++++++++++++++!
Gute Ergebnisse gibt es bei Dornfelder zum Stadium Schrotkorn- bis Erbsengröße. Das geht etwa doppelt so schnell wie die Halbierung. Die Traube wird locker, besonders der vordere Teil (Spitze). Die Beeren lösen sich sehr leicht und man kann mit zwei Händen arbeiten, die Effekte sind durchschlagend und auch für Aushilfen problemlos durchführbar. Einfach mit den Fingern über jede Traube ziehen, hängen die Trauben sehr dicht, kann über den ganzen Pulk gestreift werden und nicht über jede einzelne Traube. Günstiger Nebeneffekt: Trauben werden gleich aus den Drähten und Blättern gezogen und hängen sich dann besser, bei Handlese gibt es weniger "Beerensalat" auf dem Boden.
pinotnoir hat am 31.07.2007 19:19:12 geantwortet
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**DONOTDELETE** hat am 01.08.2007 20:24:03 geantwortet
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13020: Re: Dornfelder besser abstreifen+++++++++++++++++!
Dichtbeerige Sorten sind da schwieriger zu handhaben, Gibb 3 wäre bei Spätburgunder der bessere Weg, sofern keine Beschränkungen wie Bioproduktion bestehen. Die Lockerung ist nicht so gleichmäßig auf die Traube verteilt und man macht es am Anfang aus Vorsicht vielleicht zu schwach. Bei lockerbeerigen Sorten wie Dornfelder oder M-Klone ist es gut umsetzbar, da es schneller geht, als die Trauben z. B. mit der Schere zu halbieren.
Michaelhermann hat am 01.08.2007 21:14:36 geantwortet
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13021: Re: Dornfelder besser abstreifen+++++++++++++++++!
Ich habs letztes Jahr auch mit Spätburgunder versucht und war eigentlich ganz zufrieden. Da ich zwei Trauben übersehen hatte, hatte ich im Herbst einen direkten Vergleich. Die nicht abgestreiften Trauben waren richtig harte Knochen. Die abgestreiften waren zwar auch dicht, aber wenn man die in die Hand genommen hat konnte man die einzelnen Beeren spüren, bei den "Knochen" nur die ganze Traube, wie bei einer unreifen Brombeere etwa.
Dittrich hat am 20.01.2003 06:56:09 geantwortet
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13022: Re: Ertragregulierung durch Traubenhalbierung (2)
Das Halbieren der Traube zur Ertragsregulierung und zur Verbesserung des Traubenaufbaus erscheint interessant. Aus den Beiträgen scheint hervorzugehen, dass die Trauben quer halbiert oder selektiv ausgepflückt werden. Bei der klassischen Sorte Listan negro auf Teneriffa erzielt man zwar große Erträge, doch sind die Trauben unglaublich kompakt; Botrytis und der Heuwurm sind sehr schwer zu kontrollieren. Wie wäre es denn die Trauben längs zu halbieren , quasi zu scheren, und zwar zur Stockseite hin. Dadurch sollte der Gerüstaufbau mehr Platz haben und wesentlich lockerer werden und auch die Lichtexposition verbessert werden. Mit den Akku-Rasentrimmern könnte dies ruck-zuck geschehen. Ob dies im beinhart kalkulierten gewerbemäßigen Weinbau sich rechnet würde ich erstmals bezweifeln. Blöd oder Nicht-Blöd - ist hier die Frage.
Tom hat am 21.01.2003 18:38:32 geantwortet
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13023: Re: Ertragregulierung durch Traubenhalbierung (2)
Es gibt keine blöden Fragen, sondern nur blöde Antworten!
Die Fragestellung ist schon interessant. Bei Vernatsch (Trollinger) hat es auch schon Empfehlungen gegeben einzelne "Traubenäste" zu entfernen, um eine bessere Ausfärbung zu bekommen. Bei Trollinger geht das auch sehr gut, da das Stielgerüst locker ist.
In diese Richtung geht ja auch dein Vorschlag. Problematisch wird es aber bei Sorten, mit kompaktem Stielgerüst z.B. Schwarzriesling da man dort evtl. den "Hauptstiel" beschädigt. Leider weiß ich nicht wie die Sorte Listan negro aufgebaut ist.
Dr. W. K. Kast hat am 22.01.2003 11:16:18 geantwortet
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13024: Re: Ertragregulierung durch Traubenhalbierung (2)
Das Schneiden in der Längsrichtung dürfte technisch sehr schwierig sein und damit einen extrem hohen Arbeitsaufwand verursachen. Das Halbieren der Trauben Quer zur Längsachse ist bei kompakten, walzenförmigen Sorten wie Schwarzriesling nach den Weinsberger Erfahrungen dagegen sehr gut durchführbar. Allerdings ist der Arbeitsaufwand etwas höher als bei Sorten mit langen Trauben (z. B. Lemberger). Durch das Halbieren in Querrichtung haben die verbleibenden Beeren ebenfalls mehr Platz, da die Resttraube fast kugelförmig wird. Dadurch wird die Botrytisgefahr drastisch reduziert. Wie hatten 2002 in einem Versuch etwa halb so viel Botrytis in der halbierten Varianten als bei 1 Trauben/Trieb.




