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Rust Scheibe
17710: Re: Rust Scheibe
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Goetz
Solange die Rebentriebe noch sehr weich sind, sind die Reben sehr empfindlich, wenn Erdschollen auf die Reben geschleudert werden oder eine sonstige mechanische Belastung eintritt. Die Arbeitsqualität hängt sehr vom Boden ab, grobscholliger Tonboden ist da kritischer wie Sand oder von der Pflanzfeldvorbereitung noch lockerer Boden. Keinesfalls sollten junge Triebe halb zugedeckt werden. Der Flachschareinsatz hat sich beim Jungfeld recht gut bewährt, die Scheibe dagegen verfrachtet verstärkt Erde direkt an der Rebe, dies kann zu Bildung von Edelreiswurzeln führen, wenn der Boden länger unbearbeitet dort liegt. Bei Hochstammreben erübrigen sich die Probleme, sie müssen aber gut am Pflanzpfählchen angebunden sein und der Dtahtrahmen sollte soweit stehen. Wird zu langsam gefahren, wird der Boden nur angeschnitten und nicht verlagert, der Effekt wäre unzureichend. Pflanzröhren können schützen, wenn sie genügend fest und tief sitzen.
Zusammenfassend: Bei günstigem Bodenzustand (genügend abgetrocknet aber auch noch nicht zu trocken, guter Pflanzfeldvorbereitung und Bodenstruktur) kann sicherlich mit der Scheibe sinnvoll gearbeitet werden, bei stauender Nässe ist zur Wuchsförderung eher eine teilweise Freilegung der Erdschicht als eine Anhäufung im Unterstockbereich notwendig. Möglich wäre auch eine Bearbeitung, bevor die Reben treiben, um Pfanzfurchen zu schließen und aufgelaufene Samenunkräuter früh auszuschalten.
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