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Rust Scheibe
16942: Rust Scheibe
pinotnoir
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Antworten zu diesem Thema:
Goetz hat am 26.01.2009 10:19:05 geantwortet
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16979: Re: Rust Scheibe
Bei Hanglagen ist sicher die von oben bis unten durchgehende Rille das Hauptproblem. Das führt bei Starkregen unweigerlich zu Bodenabtrag. Als nachteilig erweisen sich grobe Erdschollen, die vom Unterstockbereich in die Fahrspur geschleudert werden. Hier behelfen sich manche mit einem Überzeilenblech, das auf der Gegenseite mitgeführt wird. Wenn die Scheibe nah am Stock geführt wird und relativ steil steht, wird nur wenig Boden bearbeitet und die Erde wird unter den Stöcken angehäufelt. Die Bodenart und der Grobsteinanteil spielt auch eine Rolle. Im konventionellen Weinbau ist ein Herbizidstreifen die einfachere und kostengünstere Alternative, gerade in Hanglagen.
Goetz hat am 23.06.2009 12:09:16 geantwortet
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Zwetschgenzupfer hat am 28.06.2009 12:26:38 geantwortet
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Goetz hat am 30.06.2009 16:38:34 geantwortet
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17245: Re: Rust Scheibe
Es ist eine recht einfache mechanische Konstruktion ohne Taster oder Hydraulikanschlüsse. Vorteil ist geringer Verschleiß und hohe Fahrgeschwindigkeit. Je steiler die Scheibe gestellt wird, um so schmaler wird die bearbeitete Breite. Die Eindringtiefe wird über die mitlaufende Walze bestimmt.
pinotnoir hat am 30.06.2009 22:32:17 geantwortet
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17247: Re: Rust Scheibe
wenn die scheibe so eingestellt ist, dass wenn man sie von oben anschaut waagrecht ist, dann wirft sie mehr (bei begrünung)
wenn leichter boden dann auch flacher einstellen
bin bis 30% gefahren - etwas weniger oft anwenden dann ist auch keine erosion
grundsätzlich arbeitet das gerät grob und nicht fein wie ein krümler (pellenc) - das ist der erosionsvorteil
ungar hat am 28.10.2009 21:51:11 geantwortet
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Ampelia hat am 11.11.2009 13:21:44 geantwortet
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17520: Re: Rust Scheibe
Hallo,
als Zwischenachsgerät ist die Scheibe in der Praxis definitiv zu empfehlen - eben genau als Alternative zum Herbizideinsatz im Unterstockbereich . So ist jedenfalls meine Erfahrung. Bei richtigem Einsatz (d.h. Zeitpunkt, Winkel- und Tiefenstellung der Scheibe, Fahrgeschwindigkeit, eventuell mit Prallblechen bei Rückwurf in begrünte Fahrgassen) bleibt alles "schön" sauber und gelockert im Unterstockbereich.
Sicherlich bedeuten Anbautürme und die Scheiben selbst erst einmal eine gewisse aber doch überschaubare Investition, die sich aber vermutlich mittel- und langfristig doch lohnen kann gegenüber dem Herbizideinsatz, mal ganz abgesehen vom ökologischen Aspekt.
Arbeitswirtschaftlich positiv ist aus meiner Sicht zudem, daß die Scheibe bei anderen Arbeiten einfach "mitlaufen" kann: Z.b. beim Mulchen, Laubschneiden in begrünten Gassen, oder Grubbern, Scheiben in offenen Gängen.
Bei richtiger Anwendung (s.o.) gibt es auch überhaupt keine Probleme mit angehäufeltem Grund unter den Stöcken, im Gegenteil. Natürlich darf man mit dem ersten (im zeitigen Frühjahr) Einsatz nicht warten. Dann liegt der Wingert später wunderbar eben und nahezu sauber dar, wenn man die Scheibe noch ein bis drei Mal mitlaufen läßt, je nach Besatz.
Gruß, Ampelia
ungar hat am 21.02.2010 15:28:40 geantwortet
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17699: Re: Rust Scheibe
Vielen Dank Apelia,
aber so ganz verstehe ich das Prinzip nicht.
Die Rebgasse wird erst von einer Seite befahren. Dabei schneidet die Scheibe eine Furche und verfrachtet das Material unter die Stöcke.
Dadurch wird der Bewuchs unter den Stöcken gestört.
Wenn es unter den Stocken wieder grünt muß ich die Reihe von der anderen Seite bearbeiten und im Optimalfall dabei die Furche auf der anderen Seite mit Erde auffüllen. Wenigstens teilweise. Und das Wiederholt sich im Laufe des Sommers.
Ist das so?
Habe ich die Funktionsweise so gut erklärt?
Ich bitte um Berichtigung.
Vielen Dank und freundlichem Gruß
ungar
silvaner hat am 01.03.2010 20:16:14 geantwortet
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17708: Re: Rust Scheibe
Ich benutze seit letztem Jahr eine Rustscheibe um die Junganlagen zu bearbeiten, bis sie alt genug sind um Glyphosat spritzen zu können.
Die frisch gepflanzten Anlagen bin ich letztes Jahr erst ab August gefahren.
Hat jemand Erfahrungen mit einem früheren Einsatztermin? Ich wollte dieses Jahr schon fahren, wenn sie das erste mal angebunden sind. Ich denke wenn man nicht zu schnell fährt könnte das gehen.
Goetz hat am 02.03.2010 10:40:49 geantwortet
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17710: Re: Rust Scheibe
Solange die Rebentriebe noch sehr weich sind, sind die Reben sehr empfindlich, wenn Erdschollen auf die Reben geschleudert werden oder eine sonstige mechanische Belastung eintritt. Die Arbeitsqualität hängt sehr vom Boden ab, grobscholliger Tonboden ist da kritischer wie Sand oder von der Pflanzfeldvorbereitung noch lockerer Boden. Keinesfalls sollten junge Triebe halb zugedeckt werden. Der Flachschareinsatz hat sich beim Jungfeld recht gut bewährt, die Scheibe dagegen verfrachtet verstärkt Erde direkt an der Rebe, dies kann zu Bildung von Edelreiswurzeln führen, wenn der Boden länger unbearbeitet dort liegt. Bei Hochstammreben erübrigen sich die Probleme, sie müssen aber gut am Pflanzpfählchen angebunden sein und der Dtahtrahmen sollte soweit stehen. Wird zu langsam gefahren, wird der Boden nur angeschnitten und nicht verlagert, der Effekt wäre unzureichend. Pflanzröhren können schützen, wenn sie genügend fest und tief sitzen.
Zusammenfassend: Bei günstigem Bodenzustand (genügend abgetrocknet aber auch noch nicht zu trocken, guter Pflanzfeldvorbereitung und Bodenstruktur) kann sicherlich mit der Scheibe sinnvoll gearbeitet werden, bei stauender Nässe ist zur Wuchsförderung eher eine teilweise Freilegung der Erdschicht als eine Anhäufung im Unterstockbereich notwendig. Möglich wäre auch eine Bearbeitung, bevor die Reben treiben, um Pfanzfurchen zu schließen und aufgelaufene Samenunkräuter früh auszuschalten.




