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Neun Bezirksversammlungen in Württemberg Reizthema war das Bezeichnungsrecht

Bei den Bezirksversammlungen des Weinbauverbandes Württemberg war das neue EU-Bezeichnungsrecht Reizthema Nummer eins. Erkannt wurde überall, dass auf der EU-Grundlage gehandelt werden muss. Die Diskussion geht in erster Linie um Namensgebungen, die für bestimmte Betriebe und Gebiete schlüssig sein müssen.

Für Verbandspräsident Hermann Hohl müssen die Ursprungsbezeichnungen in ein regionales Konzept eingebunden werden. Die Ziele: Unverwechselbare Herkunft, Steigerung der Wertigkeit regionaler Marken, Eröffnung neuer Marktchancen. Württemberg will mit den „positiv besetzten Regionalbegriffen auch touristische Aspekte transportieren“, erklärt er. Darüber hinaus strebe man eine Sortimentsbereinigung an, wie sie vor allem vom Lebensmittelhandel gewünscht wird. Bis Mitte 2010 muss nach Hohls Darstellung Einigkeit darüber bestehen, wie von nationalen Bezeichnungen Gebrauch gemacht werden soll. Präsident Hohl sieht auch bei den Absatzstrukturen in Württemberg Nachholbedarf. Er fordert konsequente Veränderungen anhand der Absatzstrukturen. Notwendig sei die Erhöhung der Wertschöpfung über Kostensenkung durch Kooperationen und Verbesserung der Erzeugermarktstrukturen durch Fusionen. Dies gelte für alle Betriebsstrukturen. Das Struktur- und Qualitätsprogramm der Landesregierung für den Weinbau bietet Chancen, um über Investitionen im Zusammenhang mit Fusion, Kooperation und Betriebserweiterungen schneller bessere Erzeugermarktstrukturen zu erreichen. Wer verkaufen wolle, müsse sich konsequent an den Absatzmärkten ausrichten, betonte in Großbottwar auch Staatssekretärin Friedlinde Gurr-Hirsch vom baden-württembergischen Ministerium für Ernährung und Ländlichen Raum. Neben dem Bezeichnungsrecht war die Zukunft des Deutschen Weininstituts ein Schwerpunktthema der Bezirksversammlungen. In Weinstadt und Eschenau beleuchtete Ulrich- Michael Breutner, Geschäftsführer des Weininstituts Württemberg, das Weinmarketing aus Württemberger Sicht. In Markelsheim, Horrheim und Hausen wurden Aspekte des Weintourismus beleuchtet. Daneben gab es eine Reihe weiterer Fachvorträge. Die Präsentation von Hermann Hohl kann unter www.weinbauverbandwuerttemberg. de abgerufen werden. wvw


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