Pachthöhe?
18062: Pachthöhe?
Blue007
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Hallo!
Wir wohnen auf einem alten Weinberg mit ca. 50.000 m2 Grünland. Hierauf wurde vor ca. 100 Jahren ein recht guter Rotwein angebaut. Ein Winzer trat an uns heran und zeigt Interesse, das Land zu pachten. Kann mir jemand eine ungefähre Größenordnung geben, was ich hier als Pacht einsetzen könnte?
Vielen Dank!
Stefan
Antworten zu diesem Thema:
Goetz hat am 01.02.2011 19:28:24 geantwortet
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18063: Re: Pachthöhe?
Die Pachtpreise schwanken sehr von Region zu Region. Deswegen wäre es wichtig, wo der Standort in etwa liegt und was die Weinberge in der Gegend in etwa zur Pacht kosten. Die Güte der Lage spielt sicher eine Rolle, auch die Mechanisierbarkeit. Was aber zu berücksichtigen ist, dass der neue Pächter Pflanzrechte beisteuern muss, die pro m² mindestens 1 € kosten. Auch muss er die gesamte Investition (Reben, Pfähle) tragen, da der Berg bisher nicht bestockt ist. Er kann nur an einem langfristigen Pachtvertrag interessiert sein. Der Pachtpreis sollte sich demnach in etwa einer Ackerpacht bewegen. Bei Beendigung der Pacht muss geregelt sein, wem das Pflanzrecht gehört und ob der Weinberg bestockt oder unbestockt zurückgegeben wird. Auch die Grenzabstände zum Wohngebäude müssen geregelt sein, damit es später keine Probleme beim Pflanzenschutz, Abdrift etc. gibt.
Blue007 hat am 01.02.2011 19:38:13 geantwortet
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18064: Re: Pachthöhe?
Hallo Götz!
Vielen Dank für Deine schnelle Antwort!
Unser Rechtsanwalt wird hierfür - wenn es soweit kommen sollte - einen detaillierten Vertrag aufsetzen, der sämtliche Eventualitäten abdecken sollte. Da ich aber noch überhaupt keine Kontakte zu Pachten von Ackerland hatte, bräuchte ich nur mal so eine ganz grobe Hausnummer, in welche Richtungen das gehen könnte: kann man hier pro Hektar 10 EUR, 100 EU oder 1.000 EUR pro Monat erwarten? So eine Größenordnung würde mir schon helfen, um zu entscheiden, ob ich mich mit dem Thema tatsächlich auseinander setzen sollte, oder ob der Aufwand einfach zu groß sein wird.
Vielen Dank!
Goetz hat am 02.02.2011 09:24:57 geantwortet
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18065: Re: Pachthöhe?
Die Preise liegen grob für Weinberge z. B. hier in der Pfalz und Rheinhessen zwischen 600 und 1500 € je Hektar und Jahr. In Steillagen an der Mosel oder am Mittelrhein kann es auch symbolisch nur ein Euro sein, namhafte Lagen kosten dagegen in Ausnahmefällen auch 4 000 und deutlich darüber (z. B. Stuttgarter Raum). Das wäre ein grober Richtrahmen. Reines Ackerland je nach Güte (Gemüsebau, Getreide, Obstkulturen) so 200 bis 600 €.
Blue007 hat am 02.02.2011 09:55:25 geantwortet
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Pasch33 hat am 02.02.2011 12:28:28 geantwortet
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18067: Re: Pachthöhe?
Hallo Blue007,
bevor ihr euch um Pflanzrechte kümmert und euch Gedanken über Pachtpreise, Bodenart, geeignete Rebsorte, Bewässerung, etc. macht:
Habt ihr schon geprüft, ob an dem Standort überhaupt Keltertraubensorten gepflanzt werden dürfen?
Liegt die Fläche innerhalb eines abgegrenzten Rebgebietes eines bestimmten Anbaugebietes?
Allein von einem Weinberg, der vor 100 Jahren mal an der Stelle stand, kann kein Recht abgeleitet werden. Auskünfte hierzu können sicherlich von den Landwirtschaftskammern (in RLP) oder den Regierungspräsidien (in BaWü) eingeholt werden.
Blue007 hat am 02.02.2011 13:24:10 geantwortet
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Alpaca hat am 06.12.2011 13:07:30 geantwortet
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Goetz hat am 06.12.2011 16:29:44 geantwortet
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18528: Re: Pachthöhe?
Das ist grundsätzlich Verhandlungssache. Wenn mehrere am gleichen Stück interessiert sind, kanns auch in Preistreiberei ausarten. Durch Frost und schlechte Auszahlung für Traubenerzeuger sind die Pachtpreise zumindest nicht weiter gestiegen, eher etwas zurück gegangen. Es ist aber von Ort zu Ort verschieden und abhängig von Angebot und Nachfrage. Wer was sucht oder anbietet ist besser hier aufgehoben: www.winzer-service.de . Am besten mal eine Person des Vertrauens nachfragen, was so in etwa in der Gegend bezahlt wird, dann hat man zumindest eine Hausnummer. Ein Weingut mit guter Vermarktung ist durchaus bereit 4000€ und mehr für eine günstige Lage an Jahrespacht zu bezahlen. Ein Ablieferer einer Genossenschaft mit Sicherheit nicht.
Werner 1 hat am 22.01.2012 13:43:14 geantwortet
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18566: Re: Pachthöhe?
Also ich kenne niemand im Remstal der an eine Genossenschaft abliefert der einen Pachtpreis von 4000Euro und mehr bezahlt.Da könnte ich nicht mehr vom Weinbau leben.Ich habe Weinberge gepachtet wo ich gar keine Pacht zahle weil die Verpächter froh sind das die Weinberge weiterbearbeitet werden.



